25 Jahre TG-Heim
 
Die Anfänge
Das erste Vereinslokal der TG war 1904 die Gastwirtschaft Neef, die sportlichen Aktivitäten fanden auf dem damaligen Turnplatz statt. 1923 wechselte man in das Lokal Gorth, die Gastwirtschaft "Zur Krone" mit einem Saal für Veranstaltungen, in dem auch geturnt wurde.
 

 
Auf dem Weg zu einer vereinseigenen Übungsstätte
Im April 1975 wurde der Vertrag mit der TG von der Familie Gorth zum 1.1.1976 gekündigt. Der bisherige Saal stand danach nur noch für einige Monate dem Übungsbetrieb zur Verfügung. Schon am 5.7.1974 stellte die TG deshalb bei der Ev. Kirchengemeinde den Antrag, die leerstehende Kirchenscheune pachten zu können. Am 20.11.1974 erhielt man die verbindliche Zusage, und die Verhandlungen und Planungen konnten in Angriff genommen werden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21.6.1975 beschloß die TG endgültig, eine Bauvoranfrage einzureichenden und nach deren positiver Beurteilung den Pachtvertrag mit der Ev. Kirchengemeinde abzuschließen, die Bau- und Finanzierungsplanung vorzunehmen und sobald wie möglich mit den Um- und Anbauarbeiten zu beginnen. Am 23.10.1975 wurde eine vorläufige Baugenehmigung erteilt und am 25.10.1975 mit dem Bau begonnen. Es mußten Versicherungen abgeschlossen, die Berufsgenossenschaft informiert, Angebote eingeholt und Bauwerkzeuge herangeschafft werden. Am 20.12.1975 konnte der Mietvertrag mit der Ev. Kirchengemeinde abgeschlossen werden. Dieser läuft bis zum 30.6.2074. Die offizielle Baugenehmigung traf am 8.1.1976 ein.
 
Die Finanzierung
Eine groß angelegte Spendenaktion, deren Erfolg alle Voraussagen weit übertraf, die Zuschüsse der Gemeinde, Kreis und Verbänden trugen im Wesentlichen dazu bei, daß zusammen mit den gesamten Spareinlagen der TG die Materialkosten in Höhe von 34.000 DM gedeckt werden konnten. In der Mitgliederversammlung 1977 wies der Kassenbericht immer noch ein Guthaben von 4.000 DM auf.
 
Der Bau
Samstags und allabendlich trafen sich Mitglieder und freiwillige Helfer. "Zuhause ist bei allen so manche Arbeit liegengeblieben, und wer in den letzten Monaten ein Kriegsheimer TG-Mitlgied nicht zu hause angetroffen, der fand ihn bestimmt am Bau des TG-Heims." So mancher Tropfen Schweiß floß. Aber während dieser Zeit, so wie an kalten Tagen, gab es viele, die Mitleid mit den TG-Bauarbeitern hatten. Etliche Kästen Bier und so manche Flasche Wein wurden stillschweigend und anerkennend abgegeben. Am 13.4.1976 erhielt man den Rohbauabnahmeschein, am 15. Juli 1976 erfolgte dann die Fertigbauabnahme.
 
Fazit
Der 1. Vorsitzende, Wilfried Höbel, stellte in seiner Begrüßungsrede anläßlich der Einweihungsfeier am 24. Juli 1976 mit Erleichterung fest, daß man die gesamte Bauzeit von 9 Monaten ohne einen Unfall am Bau überstanden hatte. Es wurde immer diszipliniert und verantwortungsbewußt Hand angelegt. Vorstand und Mitglieder hatten sich in der außerordentlichen Mitgliederversammlung das Versprechen gegeben, das gesamte Objekt in Eigenhilfe zu erstellen. Man hatte eine leerstehende Scheune, etwas Geld, viel Idealismus, Mitglieder und Gönner, die mit anpackten Eine groß angelegte Spendenaktion, Zuschüsse, verbilligte Materialeinkäufe und ein exakter Finanzierungsplan gehörten genauso dazu, wie der unermüdliche Einsatz der Helfer am Bau, das Verständnis der Nachbarn, das Entgegenkommen der Kirchengemeinde sowie die Bereitwilligkeit derer, die sich freuten, einmal etwas für die TG Kriegsheim tun zu dürfen.
 
 
Sportplatz
 
Unsere Leichtathletikabteilung trainiert im Sommer auf dem TG-Sportplatz.
Hier gibt es eine 100 Meter Laufbahn, 2 Weitsprunganlagen und eine Kugelstoßanlage.
 

 
Auf dem Rasenfeld befinden sich zwei D-Jugend-Tore.
Ein weiterer Ausbau der Anlagen ist vorgesehen.
 
 
Schulturnhalle
 
In der Monsheimer Schulturnhalle üben dienstags die "Jedermannturner".
Ausserdem trainiert und spielt die Tischtennisabteilung dort.
Größere TG-Veranstaltungen, wie zum Beispiel "Kriegsheim in concert" finden ebenfalls in der Schulturnhalle statt.