Kriegsheim
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Aber als Monsheimer sehen wir uns eigentlich nicht, denn wir haben unsere eigene Identität bewahrt und bleiben auch weiterhin Kriegsheimer. |
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Der Ortsname Kriegsheim hat nichts mit Krieg zu tun. Die Einwohner sind ganz friedlich (naja, meistens jedenfalls...). Ob sich hinter dem Ortsnamen nun ein "Grieche", ein germanischer Personenname oder das Kriegsheimer Wappentier, die schwarze Saatkrähe, verbirgt, ist allerdings unklar. In Karl Johann Brilmayers Buch "Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart" (Gießen 1905) ist über Kriegsheim zu lesen: "Geschichtliches. Kriegsheim im Wormsgau kommt urkundlich schon im achten Jahrhundert in Schenkungen an das Kloster Lorsch vor.Nach dem Dreissigjährigen Krieg wurden Mennoniten und Quäker von Kurfürst Karl Ludwig eingeladen, sich in den entvölkerten Dörfern niederzulassen; für 1656 wird ihre Anwesenheit in Kriegsheim berichtet. Am 23. Juni und am 27. September 1677 besuchte William Penn, der später in der nach seinem Vater benannten amerikanischen Provinz "Pennsylvania" tätig war, die Kriegsheimer Glaubensgenossen. Da die Quäker sich aus ihrer religiösen Überzeugung heraus standhaft weigerten Steuern und Abgaben zu zahlen und Militärdienst zu leisten, beschlossen sie auszuwandern. Am 12. Oktober 1685 kamen die ersten Kriegsheimer Auswanderer mit dem Schiff "Francis & Dorothy" in der Neuen Welt an. In Germantown gründeten sie einen Stadtteil: "Krie(g)sheim". Germantown, Pennsylvania Umstead Family Genealogy Early Life of the Pennsylvania Germans1890 kam Samuel Whitacker Pennypacker, der spätere Gouverneur des US-Staats Pennsylvanien dessen Ururur-Großvater Heinrich Pannebecker 1674 in Flomborn geboren wurde und 1699 auswanderte, auf der Suche nach den Glaubensgenossen seines Urahnen nach Kriegsheim. Leider wussten die Einheimischen Pennypacker nur wenig über die Geschichte der Gemeinde zu berichten. Statt dessen führte ihn der örtliche Eichmeister in einen Keller mit dreißig Fässern, wo er mit dem Besucher eine zünftige Weinprobe hielt. Mit den Worten "Danke Sie" und "Lebt wohl" schied Pennypacker beschwingt von dannen... Das Cresheim Cottage Cafe in Philadelphia trägt heute sogar den Namen unseres Ortes. Auf der Weinliste finden sich auch einige deutsche Riesling-Gewächse. Leider nix aus Kriegsheim dabei. Vielleicht sollte man da mal nachfragen... |
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